Bruno Wildhaber

Maria Locker steht im Gerichtssaal und lässt ihren Blick über die Anwesenden streifen. Sie sieht die Richter, deren zur Schau getragene Teilnahmslosigkeit sie erschauern lässt. Für sie und ihr Unternehmen geht es gerade um die nackte Existenz. Sie versucht den Argumenten zu folgen, welche ihr Anwalt in ausführlichen und geschliffener Manier vorbringt.Maia_Locker

Wie hatte es nur soweit kommen können? Dabei hatte die ganze Sache so harmlos, ja erfolgversprechend begonnen. Maria hatte als Geschäftsführerin eines mittleren  Anlagenbauers nach zähen und aufwändigen Verhandlungen einen Millionenvertrag für den Bau einer schlüsselfertigen Produktionsanlage in Asien abgeschlossen. Der Abschluss wurde mit Pomp und Glorie gefeiert und war sogar den Schweizer Regionalmedien eine Mitteilung wert. Nun gut, einen Auftrag über 50 Millionen als Generalunternehmer erhält man nicht eben so, vor allem nicht, wenn man nur ein kleiner Schweizer Player ist, der zugegebenermassen aber über sehr weit entwickeltes Know-how verfügt. Nun hatte Maria, die übrigens als Erbin des Unternehmers in die Fussstapfen ihres erfolgreichen Vaters getreten war, zuerst mal Grund zum Jubeln. Die Anlage wurde in 2 Jahren erstellt und schlüsselfertig übergeben. Im achten Betriebsjahr stürzt ein Teil des Produktionsgebäudes ein, 8 Mitarbeiter werden schwer verletzt, die Anlage ist unbrauchbar und muss vermutlich neu erstellt werden. Die Ursache für den Einsturz ist unklar.  Die Betreiberin klagt  gegen die GU auf Schadensersatz im Wert der Anlage plus entgangenen Gewinn wegen Betriebsausfall (ca. 80 Mio. USD). Kein Angst, denkt sich die Unternehmerin, wir haben ja eine Haftpflichtversicherung. Dummerweise verweist die Versicherung auf die Maximaldeckung, primär aber auf die Tatsache, dass es sich hier um einen Elementarschaden (vermutlich ein Erdbeben) handle, der durch die Versicherung sowieso nicht gedeckt sei. Maria Locker bleibt nichts anderes übrig, als sich zur Wehr zu setzen, nachdem sie von der Betreiberin eingeklagt wurde.

Maria erschrickt aus ihrem Tagtraum. Der Anwalt, die Richter, die Gutachter verschwinden ins Off. Zum Glück ist die Szene vor dem Richter nur Fiktion, doch die Schadensersatzklage liegt bleischwer auf ihrem Tisch. Sie will sich ein Bild davon machen, was tatsächlich passiert ist.

Doch wie soll sie vorgehen? Sie kann sich nicht erinnern, schon einmal vor einer vergleichbaren Herausforderung gestanden zu sein, doch halt…wir war das damals in der WG?

Sie blendet zurück: Wie sind wir damals mit dem Problem in der WG umgegangen? Welche Wege haben wir beschritten,  um das Vergiftungs-Desaster zu bewältigen?

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mai 2016

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