KRM Umfrage elektronische Rechnungsverarbeitung 2017

EXPERT FOCUS Fachartikel zur Elektronischen Rechnung von Dr. Bruno Wildhaber
13. Dezember 2017
Datenschutz: Artikel in der NZZ vom 25.1. zur KRM-Veranstaltung vom 16.1.2018
26. Januar 2018

KRM Umfrage elektronische Rechnungsverarbeitung 2017

Das Kompetenzzentrum Records Management (KRM) hat von Mai – Juni 2017 über seine Website (informationgovernance.ch) eine offene Umfrage zum Thema elektronische Rechnungsverarbeitung durchgeführt. Als Hauptergebnis kam deutlich zum Ausdruck, dass trotz der klaren Rechtslage – seit Einführung der Geschäftsbücherverordnung (2003) sind analoge und digitale Belege gleichgestellt – eine meist unbegründete Rechtsunsicherheit besteht in Bezug auf eine vollständige Umstellung auf das digitale Medium zur Sicherung der Beweiskraft.

Die Fragen und Antworten werden hier im Detail kurz erläutert.

Die User waren aufgefordert 5 Fragen zu beantworten. Das Sample betrug rund 170 User ohne Unterscheidung in Branchen oder Unternehmensgrösse.

  1. Verarbeiten sie elektronische Rechnungen (Kreditoren)? – Immerhin 55% haben diese Frage mit ja beantwortet. Dieser Wert entspricht in etwa dem internationalen Durchschnitt (Umfragen von nationalen Fachverbänden wie AIIM).
  2. Archivieren Sie Kreditoren-Rechnungen noch auf Papier? – Knapp über 50% der Befragten bejahten dies.
  3. Entsorgen sie ihre Papierrechnungen? – Über 52% sagten hier Nein, obwohl dies nach der Digitalisierung möglich wäre.
  4. Was hindert Sie an der ausschliesslichen elektronischen Verarbeitung von Kreditoren-Rechnungen? – vgl. die Resultate in der Grafik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Würde Ihnen eine Prüfung/Zertifizierung Ihrer Rechnungsverarbeitung helfen, auf elektronische Verarbeitung umzustellen? – Über 48% haben diese Frage mit JA beantwortet.

Fazit

Knapp über 50% der Befragten verarbeiten bereits eRechnungen, aber es gibt noch eine grosse Zurückhaltung bei der Vernichtung des Papiers (wenn die Rechnungen digitalisiert sind). Solche Bedenken korrelieren mit der Tatsache, dass die Wahrnehmung einer «unsicheren» Rechtslage viele noch daran hindert (33%), vollständig auf eine elektronische Rechnungsverarbeitung umzustellen – Es gibt dazu keine rationalen Gründe, weil der Gesetzgeber seit 15 Jahren analoge und digitale Unterlagen gleichstellt. Die angeführten Hinderungsgründe müssen also v.a. kultureller Natur sein (Umgang mit der digitalen Transformation, Medienbruch, Macht der Gewohnheit.) In welchen Fällen eine Revisionsstelle die Unterlagen nur in Papierform akzeptiert, wäre abzuklären; jedenfalls machen das Gesetz und die Zivilprozessordnung eine Evidenz nicht mehr von der Form abhängig. Erfreulich ist das Resultat auch insofern, dass doch fast 50% eine Prüfung bzw. Zertifizierung der Rechnungsverarbeitung hilfreich fänden, um ihren Workflow von analog auf digital umzustellen. Es deutet darauf hin, dass eine dokumentierte Sicherheit des entsprechenden Verfahrens die Bereitschaft steigert voll auf die digitale Schiene zu setzen und sich vom Papier zu verabscheiden.


Warning: Illegal string offset 'ID' in /data/www/www69/www/wp/wp-content/themes/betheme/includes/content-single.php on line 191

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.